Angebot

team02Mit unserem Betreuungsangebot im Haus Jona in Weißkeißel bieten wir seit Juni 2005 für denschwierigen Zeitraum zwischen Entgiftung und Therapieantritt 8 besonders benachteiligten Hilfesuchenden Unterstützung und eröffnen so eine Chance auf eine neue Lebensperspektive. Im „normalen“ Weg aus der Sucht folgt auf die oft spontane Entgiftung in der Regel eine etwa dreimonatige Wartezeit auf einen Therapieplatz. Wird diese Zeit im alten Umfeld verbracht, treten zu etwa 40% Rückfälle auf. Dieses Projekt schließt eine Versorgungslücke – gerade auch deshalb, weil für eine Aufnahme keinerlei Kostenzusagen erforderlich sind.

Seit Januar 2007 halten wir ebenfalls in Weißkeißel im Haus Kaleb 10 Nachsorgeplätze vor. In diesem Projekt finden suchtkranke Menschen nach Therapieabschluss einen geschützten Raum, in dem sie sich auf den Wiedereinstieg in die Gesellschaft vorbereiten können. Die Therapiezeiten sind in den letzten Jahren immer kürzer geworden. Die Zeiten der Abhängigkeit haben sich durch Zeiten der Substitution und Heroinvergabe jedoch verlängert. Nicht selten blicken Drogenabhängige auf 20-jährige Zeiten der Sucht und langjährige Freiheitsstrafen zurück. Oft ist es ratsam, zur Festigung und Stabilisierung der neu erworbenen Drogenfreiheit eine Zeit der Nachsorge an die Therapie anzuschließen. Das ist möglich, sofern die Motivation gegeben ist und Nachsorgeplätze verfügbar sind. Die Nachsorge kann am Ende der Therapie vom Gast beantragt werden.

Seit Herbst 2007 betreiben wir in Weißwasser eine Begegnungsstätte “Café Lighthouse”, um Menschen, die noch in der Sucht stecken, eine Tagesstruktur und Gemeinschaft zu bieten. Da wir mit unserer Arbeit den ganzen Menschen erreichen wollen, bringen wir unsere Gäste durch Wort und Tat mit der Botschaft von Jesus Christus in Berührung. Seit 2006 haben wir ein Schulteam im Einsatz. In den Nachvolgenden Zeilen erörtern wir kurz unsere Einstellung zur Preventionsarbeit.

Grundsätzliches zur Prävention

Kinder und Jugendliche, die sich körperlich, seelisch und sozial wohlfühlen, haben gute Chancen, nicht dauerhaft zu Rauschmitteln greifen zu müssen und nicht süchtig werden zu müssen.

Sucht kommt nicht von Drogen, sondern von betäubten Träumen, verdrängten Sehnsüchten, verschluckten Tränen, erfrorenen Gefühlen.

Wenn wir das verstehen, können wir erst sinnvoll reagieren und mit den jeweiligen Zielgruppen Alternativen zum schädlichen Konsumverhalten entwickeln. Es geht also primär darum, potentiell Suchtauslösende Faktoren herauszuarbeiten und diesen zu begegnen.

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