Zeugnisse und Lebensberichte

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- Zeugnis von David Vu Van

Über einen stillen Helden, seinen Sieg über die Sucht, unser Sieg über Vorurteile – 120.000 Euro gefunden und abgegeben!

David (26) war fast 10 Jahre lang drogensüchtig und verlor dadurch seine Familie, Frau und Kind. Er kam nach der Entgiftung in Großschweidnitz am 17.10.2007 zu FISH-Lausitz e.V.. Hier wurde er stabilisiert und wartete auf einen Therapieplatz. In dieser Zeit brachten wir ihm Gott näher und aus ihm wurde ein neuer Mensch. Bevor er am 01.11.2007 nach Neumünster zu einem christlichen Lebenshilfehaus auf Therapie ging, konnte er seinen Sohn nach langer Zeit wieder in die Arme nehmen und war ein glücklicher Mensch.

Betel in Neumünster betreut 15 ehemalige Drogenabhängige. Die Einrichtung finanziert sich aus Spenden und dem Verkauf von Möbeln aus Haushaltsauflösungen, denn die Arbeit ist ein Teil der Therapie.

So kam es, dass David bei einer Wohnungsauflösung im Stadtteil Gartenstadt von Neumünster einen sensationellen Fund machte. Das Haus war dreckig und total vermüllt. Beim Ausräumen fand David in einem alten Wäschetrockner Personaldokumente der verstorbenen alten Dame und dann viel, viel Geld. Die Scheine waren mit Banderolen gebündelt, es waren sage und schreibe 120.000 Euro! So eine Menge Geld hat er sein Leben noch nie auf einem Haufen gesehen.

„Ich habe nicht eine Minute daran gedacht, das Geld zu behalten“, sagte David. Auf Heller und Pfennig lieferte er das Geld bei Betel ab, die dann den Nachlassverwalter informierten.

„Im Nachhinein habe ich mir zwar ausgemalt, was ich mit dem Geld alles hätte machen können, aber Gott hat mich auf den richtigen Weg geführt. Meine Ehrlichkeit wurde belohnt und mehr als der gesetzlich
vorgeschriebene Finderlohn ging an mein Therapiezentrum“
, so David. Für Betel ist das eine große Hilfe.

Es gibt eben doch ehrliche Finder. Auch da, wo niemand sie erwartet. Gott kennt keine hoffnungslosen Fälle und zeigte uns, dass ER niemanden vergisst. Tuen wir das also auch nicht!

David ist seit dem Abschluß seiner Therapie am 01.11.2008 wieder bei uns in Weißkeißel. Er ist ein Vorbild für alle und jeder ist stolz auf ihn.

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-Andreas P. einer der ersten Gäste des FISH Lausitz e.V.

Mittlerweile bin ich ja nun schon 2 ¼ Jahre bei FISH Lausitz und ich kann sagen, es tut mir immer noch gut. Als ich im November 2005 in das Haus Jona zog, war ich ein wenig skeptisch. Ich besaß nichts mehr, außer einer Reisetasche mit ein paar Klamotten. Für meine Zukunft hatte ich schon einige Bedenken, aber mit der Zeit wurde ich immer zuversichtlicher. Die christliche Atmosphäre im Haus gefiel mir und irgendwann fand ich auch den Zugang zu Jesus, dem ich dann auch im September 2006 mein Herz gab. In der gesamten Zeit lernte ich eine Menge Leute kennen, mit und ohne Suchtprobleme: Noch nie hatte ich so viele Freunde. Etwa 3 Monate nach meiner Therapie im Magdalenenstift in Chemnitz hatte
ich bereits den Gedanken, länger bei FISH Lausitz zu bleiben und in der Vorsorge mitzuarbeiten und aus diesem Gedanken wurde ein Vorsatz. Als aber Michael im Dezember 2006 mit einer Ausschreibung für die Ausbildung zum Suchtberater zu mir kam und meinte, ich hätte wohl das Zeug dazu, glaubte ich zuerst überhaupt nicht daran. Wo gibt es denn so was „Suffkopp und dann Suchtberater“!? Doch selbst meine Suchtberaterin in der SBB Weißwasser machte mir Mut, es doch mal zu versuchen. Glück hatte ich auch noch wegen der Finanzierung. Dies übernahm vollständig die ARGE. Und so ging es, mit ein wenig Selbstvertrauen, ab April 2007 fast jeden Monat nach Berlin. In den gesamten Zeit war es eine Freude zuzusehen, wie der Verein sich immer mehr vergrößerte, welche kleine und großen Wunder ich miterleben durfte und nicht zuletzt, wie ich mich selbst veränderte. Am 18.01.2008 war es dann endlich soweit und ich hielt mein Zertifikat in den Händen. Nun kann ich mit dem erworbenen theoretischen Wissen den Verein noch mehr unterstützen und sehe optimistisch in die Zukunft.

Andreas P.


Und Gott wird abwaschen alle Tränen von ihren Augen,

und der Tod wird nicht mehr sein. (Offenbarung 21,4a)

Begegnungen mit Menschen können uns prägen. Begegnung mit Gott verändert und befreit Menschen.

2008 006

Peter kam am 18. Februar 2008 aus Großschweidnitz zu uns. Sein Ziel war eine Traumatherapie, um seine Vergangenheit zu bewältigen und seine Suchtgeschichte zu bearbeiten. Er war aufgrund einer Leberzirrhose körperlich sehr angeschlagen. Sein psychisches Befinden schwankte.

Die Zusage für die Traumatherapie ließ auf sich warten. Peter hörte immer wieder Gottes Wort und wir sprachen viel über das Leben und das Sterben. Er war durch seine ruhige, hilfsbereite Art in unserem Haus von unseren Gästen wertgeschätzt.

An einem Montagmorgen im August ging Peter vor dem Frühstück in unseren Garten und sprach dort das erste mal ein Gebet: „Gott in mir und ich in Dir“. Gott begegnete ihm in seiner Liebe und alle Last fiel von ihm ab. Er war frei, glücklich und spürte inneren Frieden. Wir bemerkten Peters Veränderungen sofort, er lachte viel, erzählte und kam aus sich heraus, jedoch kannten wir den Grund nicht. Mittwochvormittag kam er auf mich zu und sage: „Tabea, ich muss dir unbedingt etwas erzählen!“ Ich freute mich mit ihm und machte ihm Mut, es weiter zu erzählen. Seit Montag hatte Peter auch keine Alpträume mehr und konnte nachts durchschlafen.

Samstag waren wir zum Gottesdienst in Hoyerswerda eingeladen. Peter hatten wir erst durch ein Versehen vergessen. Er rief an und wurde nachgeholt. Er lachte. Nach dem Gottesdienst sagte Peter zu mir: „Ich habe noch so viel zu lernen. Wenn ich jedoch nur noch drei Tage zu leben hätte und Gott schenkt mir so viel Freude wie jetzt, so ist das für mich total in Ordnung.“ Ich ahnte nicht, dass Peter bald heimgehen würde zu seinem Heiland.

Am nächsten Dienstag hatte er noch ein paar schöne Stunden mit seiner lieben Ehefrau. Genau nach drei Tagen mussten wir um 4:00 Uhr morgens den Notarzt rufen, der Peter ins Krankenhaus schickte, weil es ihm plötzlich sehr schlecht ging. Sieben Tage lang konnten wir Peter dort gemeinsam mit seiner Ehefrau und seinen Kindern auf dem letzten Weg begleiten. Unsere Mitarbeiter und Gäste haben ihn im Krankenhaus besucht, für ihn gebetet, mit ihm gesungen oder sind ihm einfach nur nah gewesen. Was für ein Zeugnis der Liebe Gottes, dass Peter in den letzten Stunden so viele Menschen zur Seite standen! Am Mittwoch, den 3. September schlief er um 12 Uhr ein.

Am Tag vor seiner Krankenhausaufnahme hatte er noch seine Angehörigen angerufen: „Ich bin total glücklich und es geht mir gut, aber ich möchte euch auf meine Beerdigung einladen.“

Ein wertvoller, von Gott geliebter Mensch ist heimgegangen. Gott ist ihm trotz aller Umstände in seinem Leben bis zum Schluss nachgegangen – und er hat sich finden lassen. Es war für uns ein Wunder und gleichzeitig Gottes tiefer Trost, trotz dem Verlust eines wertvollen Menschen Er ist nicht nur von uns gegangen, sondern er ist uns vorausgegangen.

Ende September kam die Ablehnung seiner erhofften Traumatherapie.

Tabea Tippner

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